Symbol gegen Gewalt, Hass und Terror: „Twin Towers“ kehren zurück nach Ahlen

Künstler, Schenkungsgeber, Nachbarn und Vertreter der Stadt, die an der Rückkehr der „Twin Towers“ mitwirkten: (v.l.) Jörg Pieconkowski, Christoph Wessels, Gerlinde Wittek, Dr. Alexander Berger, Walter Wittek, Dr. Frank Röschinger, Ahlens früherer Stadtbaurat Andreas Mentz, Dagmar Schmidt (Kunstmuseum), Stadtbaurat Thomas Köpp
Einen Blickfang im neugestalteten Stadtpark werden die beiden je vier Meter hohen Türme der Skulptur „Twin Towers“ bilden, die jetzt von ihrem Erschaffer, dem Vredener Künstler Walter Wittek, aufgestellt worden sind. Die aus Baustahl angefertigten Plastiken sind in Ahlen bekannt. 13 Jahre lang standen die Doppeltürme bereits im Skulpturengarten des Kunstmuseums Ahlen, in Blickweite zu ihrem neuen Standort.

Nach dem Abbau dort erwarb der aus Ahlen stammende Sammler und Kunstfreund Dr. Frank Röschinger die Skulptur. „Sie gehört nach Ahlen“, nennt er das Motiv, aus dem er sich entschloss, sie vom Künstler zu erwerben und der Stadt Ahlen zu schenken. Der Mediziner meint, dass mit dem Stadtpark in der Mitte der Stadt ein idealer Ort bestimmt worden sei, um die Skulptur den Menschen zu zeigen. Die von ihr ausstrahlende Wucht mache sie zu einer wahren Landmarke.

Röschinger legt Wert auf die Tatsache, dass die Türme „kein Memorial“ seien, was man leicht denken könnte. Konzipiert wurden sie bereits im Frühjahr 2001, als die Originale im Zentrum von Manhattan standen und noch niemand ahnte, welch schrecklichem Anschlag sie ein halbes Jahr später am 11. September zum Opfer fallen würden. „Nein, ich war kein Visionär“, sagt auch Walter Wittek. Seine Absicht sei es vielmehr gewesen, sich mit den überragenden Proportionen des World Trade Centers auseinanderzusetzen. Zu einem Friedenssymbol gegen Gewalt, Hass und Terror seien sie dann in Folge des Angriffs geworden, bei dem über 3000 Menschen starben. Die 90 Zentimeter hohe Friedensspitze zwischen beiden Türmen steht für die versöhnliche Symbolik der Skulptur.

Die nachfolgenden Fotos zeigen den Aufbau der Skulptur im Stadtpark.
Christoph Wessels, Fachbereichsleiter der Stadt Ahlen für Kultur, brachte Künstler, Sammler und Stadt über die Jahre zusammen. Schon vor drei Jahren gab es einen Ortstermin. „Dann hat sich auf einmal alles gefügt, dank der guten Konzeption für den neugestalteten Stadtpark“, richtet Wessels auch einen Dank an seinen Kollegen Jörg Pieconkowski. Der Grünflächenchef der Ahlener Umweltbetriebe regte einen Skulpturenpark an, der in unmittelbarer Nähe zum Kunstmuseum liegt. Dessen künstlerische Leiterin Dr. Martina Padberg sieht die Skulptur als Bereicherung an. „Vielleicht ist hier der ideale Ort für sie.“ Skulpturengarten und Skulpturenpark ergänzten sich bestens, seitdem die einst trennende Mauer beseitigt sei. „Die Besucherinnen und Besucher werden beim Flanieren gar nicht den Übergang bemerken“, sieht sie mit Freude in die Zukunft.

Für die Schenkung an die Stadt Ahlen bedankte sich Bürgermeister Dr. Alexander Berger bei Röschinger. Einstimmig sei der Beschluss im Rat der Stadt Ahlen gefallen, die Skulptur anzunehmen und an einem geeigneten Ort zu präsentieren. In dieser Einstimmigkeit erkennt Frank Röschinger ein wichtiges Zeichen: „Das ist ein Konsens, wie man ihn heutzutage nur selten findet.“ Ein wenig dieser Harmonie möge sich übertragen auf die Bürgerinnen und Bürger, die an dem Kunstwerk ihre Freude haben sollen.






Quelle: Stadt Ahlen | Fotos: Stadt Ahlen

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