Mitteilungen des Kreises Warendorf Nachrichten

Respektlosigkeit entgegentreten

Treten Respektlosigkeit entgegen: Petra Schreier (Ordnungsdezernentin,v.l.), Henning Rehbaum MdB, Martin Entrup, Resi Gerwing (Vors. Polizei-Beirat), Landrat Dr. Olaf Gericke, Maximilian König, Hülya Duran, Andreas Niehüser, Andrea Wommelsdorf, Burkhard Knöpker (beide Initiatoren) und Johannes Schütze. - Foto: Kreis Warendorf

Als unerträglich und nicht hinnehmbar bezeichnen es Andrea, Wommelsdorf, Charlotte Beck, Dirk Reinhard und Burkard Knöpker, dass Vertreter des Staates in aller Öffentlichkeit beleidigt und attackiert werden. Um eine gesellschaftliche Debatte anzufachen, haben die vier Münsteraner die Ausstellung „Der Mensch dahinter“ initiiert, die im Februar 2022 erstmalig im Landeshaus des LWL in Münster gezeigt wurde. Am Dienstag wurde die Foto-Schau im Kreishaus in Warendorf von Landrat Dr. Olaf Gericke – der auch Leiter der Kreispolizeibehörde ist – eröffnet.

Dr. Gericke: „Wir haben diese beeindruckende Ausstellung ganz bewusst nach Warendorf geholt, um ein Zeichen zu setzen. Wir sagen: Es reicht! Respektlosigkeit und Angriffe gegen Repräsentanten des Staates dulden wir nicht! Wir stellen uns hinter die Menschen, die der Gesellschaft als Polizisten, Feuerwehrleute, Rettungssanitäter, Staatsanwälte, Richter, Mitarbeiter der Ordnungsämter oder Justizvollzugsbeamte dienen.“

Die Ausstellung umfasst 42 großformatige Porträts der Fotografin Charlotte Beck. Die Bilder zeigen Beschäftigte von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Bundeswehr, Justizvollzug, Deutscher Bahn und Ordnungsamt. Zu jedem Bild gehört ein Text, in dem die porträtierten Personen aus ihrem Berufsalltag berichten.

„Ich, ich, ich ist das Motto vieler Menschen, die auch gerne in den sozialen Medien posieren“, machte Polizeidirektor Johannes Schütze als stellvertretender Abteilungsleiter Polizei deutlich. „Eine ganz andere Haltung haben die Menschen, die hier in der Ausstellung zu sehen sind, aber auch die, die sich in den Dienst des Staates stellen. Deren Motto ist ganz klar WIR für EUCH und sie übernehmen mit ihrem Beruf Verantwortung für die Gesellschaft und für ein Miteinander. Und diese Frauen und Männer verdienen Respekt und Toleranz, wofür diese Ausstellung steht.“

Ein Gesicht der Ausstellung ist die Polizistin Hülya Duran, die im Kreis Warendorf im Einsatz ist und lebhaft von Einsätzen berichtet, bei denen auch ihr Respektlosigkeit und Aggressivität entgegenschlug – und die dennoch nach wie vor für ihren Traumberuf brennt.

Der heimische Bundestagsabgeordnete Henning Rehbaum fügte an, dass Pöbeleien und körperliche Übergriffe leider auch nicht vor Mitarbeitern des ÖPNV Halt machten. Umso mehr begrüßte er es, dass auch Mitarbeiter der Deutschen Bahn in der Ausstellung porträtiert wurden.

Während des Ausstellungszeitraums begleitet eine lokale Social-Media-Aktion der Pressestellen von Polizei und Kreisverwaltung die Ausstellung. Sechs Kräfte von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei berichten auf Instagram und Facebook über Respekt und Toleranz in ihrem Dienstalltag.

Seit 2010 werden die Fälle von Widerstand gegen Polizeivollzugsbeamte gesondert in der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik ausgeworfen. Im Jahr 2017 wurde diese Erfassung um Mitarbeiter des Rettungswesens erweitert. 2021 gab es 84 Widerstandsfälle gegen diesen Personenkreis (2020: 72 Fälle). Im Jahr 2021 lag die Aufklärungsquote bei 98,81 % (Vorjahr 100 %).

Katalog der Ausstellung kann für 10 Euro erworben werden und der Erlös kommt der Notfallseelsorge im Kreis Warendorf zu Gute.

www.der-mensch-dahinter.de

(Kreis Warendorf)

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