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Mit Kunstrasen geht es los: Früherer Fortuna-Platz wird zum Sportzentrum für Ahlens Süden

Die Sportanlage im Hövenerort kann bald saniert werden. Über die Unterstützung aus Mitteln der Sportstättenförderung von Bund und Land freuen sich (v.l.) Dennis Thiele, Markus Gantefort, Dr. Alexander Berger, Anna Schepers und Christoph Wessels.

Die Sportanlage „Im Hövenerort“ bekommt einen Kunstrasenplatz. „Damit ist der letzte Asche-Fußballplatz im Stadtgebiet bald Geschichte“, kündigt Bürgermeister Dr. Alexander Berger allen aktiven Fußballern im Ahlener Süden eine gute Nachricht an. Mit der Modernisierung des Platzes fällt zugleich der Startschuss, um die etwas in Vergessenheit geratene Anlage mit neuen Sportangeboten aufzuwerten.

Läuft alles nach Plan, kann schon Ende des nächsten Jahres auf dem neuen Platz material- und körperschonend dem Ball nachgejagt werden. Von der positiven Entwicklung haben die Mitglieder des Sport- und Freizeitausschusses in ihrer Sitzung am Donnerstagabend Kenntnis genommen.

Es soll Ahlener geben, denen die versteckt hinter einem Erdwall gelegene Sportanlage kaum ein Begriff ist. „Dabei hat sie eine Geschichte, die gut ein halbes Jahrhundert alt ist“, erinnert der für Sport zuständige Fachbereichsleiter der Stadt Ahlen, Christoph Wessels. 1970 wurde der Platz an der Kreuzung von Hammer Straße und Im Hövenerort gebaut. Erster Nutzer war der heute nicht mehr existente Sportverein Fortuna Ahlen. Ein Vereinsheim mit Umkleiden und Duschen komplettierte die vereinseigene Sportanlage. In den 1990er-Jahren fusionierte Fortuna Ahlen mit LR Ahlen und spielte fortan als 3. Mannschaft des Vereins. Mit Rückgabe der Platzanlage an die Stadt Ahlen im Jahre 1996 belegten verschiedene Vereine Trainings- und Spielzeiten. Hierzu gehörten ATSV Ahlen, SpVgg Dolberg, FSG Ahlen und DJK Vorwärts. Neben dem runden Leder rollen hier aber auch kleine Kugeln. Der Petanque-Club „La Difference“ fühlt sich seit über 25 Jahren im Ahlener Süden heimisch.

Auf der benachbarten Wiese entstehen Angebote für Outdoor-Aktivitäten.

Anna Schepers bedauert, dass der verkehrsgünstig gelegene Ascheplatz seit einigen Jahren relativ brach gelegen hat. „Lediglich im Winter wird er etwas genutzt“, so die Teamleiterin im städtischen Sportamt. Bedarf an Sportanlagen sei durchaus vorhanden. Um die im Ahlener Süden bestehende Nachfrage wohnortnah abdecken zu können, sei der Umbau des Ascheplatzes in einen Kunstrasenplatz nun dringend geboten. Das Potenzial der Anlage sei jedoch größer. Nicht alles soll sich um Fußball und Boule drehen. Auf der Wiese nebenan entstehen niedrigschwellige, jederzeit frei zugängliche Bewegungsangebote im Outdoor-Bereich. Konkret ist die Rede von einer Calisthenics-Anlage mit Stangen in verschiedenen Höhen und Positionen, die Barren und Reck nachempfunden sind. Kraft- und Koordinationsübungen stärken den Körper. Eine neu ausgewiesene Laufstrecke soll die Sportanlage mit dem nahe gelegenen Richterbachpark verbinden, in dem Outdoor-Fitnessgeräte aufgebaut sind und zu Übungen einladen.

Schritt für Schritt soll die Sportanlage aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen und sich zu einem Sportaktivitäts-Zentrum Süd entfalten, skizziert Stadtplaner Dennis Thiele. Finanzielle Unterstützung erhält die Stadt Ahlen aus dem Sonderprogramm „Investitionspaket zur Förderung von Sportstätten“, welches aus Landes- und Bundesmitteln finanziert wird. Laut Markus Gantefort, Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung und Bauen, habe die Stadt bereits einen Zuwendungsbescheid über 750.000 Euro zu den Gesamtkosten in Höhe von rund 890.000 Euro erhalten.

Quelle: Stadt Ahlen | Fotos: Stadt Ahlen

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Ich bin Michael Kayser, in Ahlen geboren und aufgewachsen und lebe seit 50 Jahren in meiner Heimatstadt Ahlen. ‘Ahlen.info’ wird von mir privat betrieben und ist ein werbefreies, nicht kommerzielles Projekt.
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