Glasfaserausbau im Außenbereich im vollen Gange – Weitere Förderprogramme durch den Kreis Warendorf in Vorbereitung

„Neben den Privathaushalten können durch das Förderprogramm auch über 2000 Gewerbebetriebe und 50 Schulen mit einem Glasfaseranschluss versorgt werden. Solch ein Projekt ist in der Geschichte des Kreises Warendorf bisher einmalig“, erklärt Planungsdezernent Dr. Bleicher. - Fotos: Kreis Warendorf

Wer an einer Videokonferenz nicht teilnehmen kann oder für den Download der Schulhausaufgaben eine gefühlte Ewigkeit braucht, weiß, wie wichtig eine schnelle Internetverbindung ist. Nicht erst seit der Corona-Lage ist der Ausbau der Digitalisierung eines der wichtigsten Projekte im Kreis Warendorf.

Dr. Herbert Bleicher ist Planungs- und Baudezernent beim Kreis Warendorf und damit auch zuständig für die Förderprogramme, die schon jetzt und auch in den kommenden Jahren die Breitbandversorgung im gesamten Kreisgebiet verbessern werden. Seit dem vergangenen Mai läuft das Bundesförderprogramm Breitband, mit dem über 13.000 Haushalte in den Außenbereichen des Kreises mit zukunftsfähiger Glasfaserinfrastruktur ausgestattet werden.

„Das Förderprogramm im Kreis Warendorf ist mit einem Fördervolumen von 160 Millionen Euro eines der größten in ganz Deutschland“, sagt Dr. Bleicher. „Mit einem Glasfaseranschluss sind nicht nur Home-Schooling oder Home-Office problemlos möglich, sondern auch Tele-Medizin oder digitalisierte Betriebsabläufe für landwirtschaftliche Betriebe und Gewerbebetriebe werden so umsetzbar.“

In acht Städten und Gemeinden haben die Bauarbeiten im Außenbereich bereits begonnen, in Sendenhorst, Warendorf und Beckum wird dies in den nächsten Monaten der Fall sein. Im ersten Quartal 2022 starten dann mit Oelde und Everswinkel die beiden letzten Kommunen mit dem Ausbau. Bis Ende 2023 sollen die Arbeiten in den Außenbereichen aller Kommunen abgeschlossen sein.

„Neben den Privathaushalten können durch das Förderprogramm auch über 2000 Gewerbebetriebe und 50 Schulen mit einem Glasfaseranschluss versorgt werden. Solch ein Projekt ist in der Geschichte des Kreises Warendorf bisher einmalig“, so Dr. Bleicher.

Neben dem Bundesförderprogramm Breitband werden durch den Kreis Warendorf noch zwei weitere Projekte, für die erfolgreich Fördermittel beantragt und bewilligt worden sind, auf den Weg gebracht: Beim Sonderaufruf Gewerbe- und Industriegebiete werden im Ausbauzeitraum von 2022 bis 2024 etwa 70 weitere Gewerbegebiete mit einem Glasfaseranschluss versorgt. So können rund 1.500 zusätzliche Unternehmen in den beteiligten Kommunen Ahlen, Ennigerloh, Wadersloh, Telgte, Sassenberg, Warendorf, Beckum und Oelde an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Die Gewerbegebiete in den übrigen Kommunen sind bereits im privatwirtschaftlichen Ausbau durch Deutsche Glasfaser versorgt worden. „Durch das kommende Förderprogramm verfügen dann alle Gewerbegebiete bei uns im Kreis über einen Breitbandanschluss. Ein wichtiger Schritt für den Kreis als Wirtschaftsstandort“, erklärt Herbert Bleicher.

Mit dem Glasfaserausbau der Schulen im Rahmen der Richtlinie NRW werden weitere 19 Grund- und Förderschulen in Warendorf, Ahlen, Sassenberg, Telgte, Beckum und Wadersloh mit schnellem Internet versorgt. Dieses Förderprogram wird in der zweiten Jahreshälfte 2021 beginnen und 2022 fertiggestellt. Die Schulen in den anderen Kommunen wurden bereits privatwirtschaftlich ausgebaut oder sind in der Förderkulisse des Bundesförderprogramms Breitband berücksichtigt worden. Damit sind dann alle Schulen im Kreisgebiet mit einem Glasfaseranschluss versorgt.

(Kreis Warendorf)

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