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„Empörung alleine reicht nicht!“ – MdB Bernhard Daldrup diskutiert mit Schülerinnen und Schülern am Städtischen Gymnasium

Bernhard Daldrup diskutiert mit Schülerinnen und Schülern am Städtischen Gymnasium
Was macht ein Bundestagsabgeordneter eigentlich? Jetzt war Bernhard Daldrup, Bundestagsabgeordneter des Kreises Warendorf, am Städtischen Gymnasium zu Gast, um über große und kleine Themen, die derzeit nicht nur die Politik bewegen, zu diskutieren. Der Sendenhorster stand der Klassenstufe 9 in der Aula Rede und Antwort.

Vom Städtischen Gymnasium in die Bundespolitik? „Ich bin da ein gutes Beispiel“, erzählte Bernhard Daldrup gut gelaunt gleich zu Beginn. Dies sei zwar schon lange her, und sein Abitur hätte er auch nicht am Städtischen Gymnasium gemacht, doch die Erinnerung sei beim Betreten des Schulgebäudes wieder lebendig geworden. Ohne Grundgesetz geht nichts: Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Religionsfreiheit: Alles verbrieft im deutschen Grundgesetz, von dem der jüngst zum dritten Mal über die SPD Landesliste Nordrhein-Westfalen in den Bundestag eingezogene Daldrup ein Mini-Exemplar aus der Hosentasche zieht, ganz so, als hätte man das eben einfach immer dabei.

(v.l.) Schuleiter Meinolf Thiemann, Bernhard Daldrup (MdB) sowie Dr. Anne Giebel (Stellv. Schulleitung)
Migration, Meinungsfreiheit, Impfpflicht, Bildung, AFD, Koalitionen im Bundestag, Gendern, bedingungsloses Grundeinkommen, Atomkraft, Ukraine-Konflikt, Redezeit im Bundestag, Führerschein mit 16: Zwei Schulstunden reichten für die Fragen der neugierigen Schüler und Schülerinnen kaum aus. Bernhard Daldrup, der nicht nur auf der politischen Bühne in Berlin, sondern auch auf Twitter oder im Wahlkreisbüro in der Ahlener Roonstraße anzutreffen ist, gibt ganz persönliche Einblicke in seinen Alltag, nimmt die Fragen der Schüler und Schülerinnen beherzt und interessiert auf und lässt keinen Zweifel daran, dass sein Herz politisch links schlägt.

Ein Traumjob? „Nicht immer könne man seine Ziele und Ideen durchsetzen", so Daldrup. In der Politik sei die Bereitschaft miteinander zu reden und Kompromisse zu schließen das A und O. „Der Kompromiss ist in der Demokratie etwas Positives, weil er zeigt, dass sich auch unterschiedliche Positionen zu gemeinsamen Ergebnissen zusammenringen lassen". Empörung alleine reiche nicht aus: „Wer sich nur über die Klimapolitik aufregt, ohne sich einzubringen, ist am Ende nur frustriert“, rief er den jungen Leuten zu. Engagement sei unverzichtbar, wenn man in der Gesellschaft etwas bewegen wolle, so der Appell des Politikers.

Klar, spielte auch das Thema Impfen eine Rolle. Daldrup unterstützt den Antrag im Bundestag für eine Impflicht aller Erwachsenen, dreimal geimpft und zeitlich befristet mit Ausnahmen bei gesundheitlicher Unverträglichkeit. Für ihn auch ein Thema, um über sein Verständnis von Freiheit zu sprechen. „Freiheit endet dort, wo die Freiheit des anderen beginnt." Wer nur seine eigene Freiheit zum Maßstab mache, denke zu wenig an die Mitmenschen. Freiheit und gesellschaftliche Verantwortung sind für ihn zwei Seiten einer Medaille. „Ich hoffe, dass unsere Gesellschaft so viel Einsichtsfähigkeit hat, dass wir nicht im kommenden Herbst und Winter wieder in eine Situation kommen, wie wir sie jetzt schon seit zwei Jahren hinter uns haben. Das ist nur mit einer sehr hohen Impfquote zu erreichen, so Daldrup.

Politik ist langweilig? Nur so viel: Selfies mit dem Politiker wurden gerne geschossen!

Quelle: Stadt Ahlen | Fotos: Stadt Ahlen

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Ich bin Michael Kayser, in Ahlen geboren und aufgewachsen und lebe seit 49 Jahren in meiner Heimatstadt Ahlen. ‘Ahlen.info’ wird von mir privat betrieben und ist ein werbefreies, nicht kommerzielles Projekt.
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