Kultur Nachrichten

Das „Regionale Kultur Programm NRW” vergibt Fördermittel: Kulturakteure können sich bis zum 30. September 2022 bewerben

Unterstützung bietet das Kulturbüro Münsterland am 17. August 2022

Das MNEME kollektiv ließ einen Tanz-Workshop für Schülerinnen und Schüler mit dem RKP fördern. © Münsterland e.V./Philipp Fölting

Das Land Nordrhein-Westfalen vergibt mit dem „Regionalen Kultur Programm NRW“ (RKP) jedes Jahr Fördermittel für Kulturprojekte. Kunst- und Kulturschaffende aus dem Münsterland können sich bis zum 30. September 2022 auf diese finanzielle Unterstützung bewerben. Voraussetzung ist eine gute Idee, Kooperation und Vernetzung. Verpflichtend und hilfreich ist eine Beratung durch das Kulturbüro Münsterland, das bei der Projektplanung und beim Ausfüllen des Online-Formulars unterstützt.

„Das Förderprogramm läuft bereits seit 25 Jahren sehr erfolgreich und hat schon viele spannende Projekte im Münsterland möglich gemacht“, sagt Andre Sebastian, Leiter des Kulturbüros Münsterland. „Es ist eine der besten Möglichkeiten, Geld für das eigene Projekt zu erhalten. Insbesondere die Kooperation ist ein wichtiges Merkmal und Kriterium des RKP: Ein Projekt braucht mindestens drei Partner aus mindestens zwei Gemeinden oder Städten.“

Passend zu diesem Jubiläum hat das Programm auch seinen Namen geändert: Ehemals „Regionale Kulturpolitik“, seit Frühjahr 2022 nun „Regionales Kultur Programm“. Inhaltlich fördert es nach wie vor Projekte und Maßnahmen, die das erarbeitete Kulturprofil der Kulturregion mittragen. Typisch für die Kultur im Münsterland sind die Spannungsfelder zwischen Tradition und Moderne, Stadt und Land oder Bodenständigkeit und Innovation.

Bewerben können sich neben Privatpersonen auch kreative Vereine, Verbände, Kommunen, Institutionen und freie Träger.

Beispielhafte Projekte, die im Jahr 2022 gefördert wurden, sind „FREUBAD“, ein Mixed Arts Festival in regionalen Freibädern, „Niemandsland“, ein Tanz-Workshop des MNEME kollektivs für Schülerinnen und Schüler oder das Holzbläser-Festival „Summerwinds“ mit Spielorten im ganzen Münsterland.

Der Blick ist Programm: Scheibe und Güntzel wurden mit dem RKP beriets gefördert. © Münsterland e.V./Philipp Fölting

„Ohne das RKP wehte bei den Summerwinds kein Lüftchen“, sagt Karina Leckelt von der Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Kulturarbeit. „Das RKP macht das europaweit einzigartige Holzbläserfestival überhaupt erst möglich.“ Summerwinds findet bereits zum sechsten Mal statt und läuft aktuell noch bis zum 2. September 2022.

Ebenso wie im letzten Jahr können 2022 zusätzlich zum eigentlichen Projektantrag noch sogenannte Ergänzungsmittel für Barrierefreiheit beantragt werden. Projektbezogene Maßnahmen, die Menschen mit einer Behinderung die Teilnahme am kulturellen Leben ermöglichen, können mit bis zu 5.000 Euro pro Kulturprojekt bezuschusst werden. „Das kann zum Beispiel Dolmetschen in Gebärdensprache, Audiodeskription oder die barrierefreie Gestaltung der Kommunikationsmittel sein“, erklärt Sebastian.

Ansprechpartner: Das Team des Kulturbüros Münsterland (02571/949323, kultur@muensterland.com).

Wer noch Impulse für sein Projekt sucht oder Unterstützung bei der Antragstellung benötigt, kann auch am 17. August 2022 in Greven die Veranstaltung „RKP – was ist das?“ besuchen und dort mehr über das Programm und den Bewerbungsprozess erfahren.

www.muensterland.com/kultur

Weitere Informationen

Das „Regionale Kultur Programm“ fördert seit 1997 Projekte, die in den Kulturregionen NRWs die Kommunikation und Kooperation zwischen Schaffenden und Verantwortlichen stärken, Kräfte bündeln, vernetzen und die Identität und Attraktivität der Region stärken. Die Landesförderung beträgt maximal 50 Prozent der Gesamtausgaben. Im Münsterland berät der Kulturrat über die eingereichten Projektideen. Spricht er eine Empfehlung aus, kann ein formeller Antrag bei der Bezirksregierung Münster gestellt werden.

www.regionaleskulturprogrammnrw.de
www.kultur.web.nrw.de/projektdatenblatt

(Münsterland e. V.)

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