Beeindruckendes Gedenken

Beeindruckendes Gedenken am 9. Mai 2022

Das alljährliche Erinnern an das Ende des Zweiten Weltkrieges am 8. Mai 1945 stand diesmal bei allen Beteiligten unter den tagtäglichen Eindrücken und schrecklichen Bildern aus der Ukraine.

Stadt Ahlen, Bundeswehr, der Arbeitskreis Erinnerungsarbeit aller weiterführenden Schulen sowie das seit wenigen Wochen tätige „Bündnis für den Frieden“ haben am 9. Mai 2022 ein beeindruckendes und gemeinsames Programm unter dem Motto „Krieg trifft jeden“ zusammengestellt, um an das Kriegsende vor 77 Jahren zu erinnern. Der Krieg in der Ukraine zog sich aber thematisch durch die gesamte Veranstaltung. „Das für unmöglich Gehaltene ist eingetreten“, brachte Bürgermeister Dr. Alexander Berger die Geschehnisse in der Ukraine auf den Punkt.

Der Auftakt des Gedenkens startete wie immer am Gräberfeld der sowjetischen Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen auf dem Ostfriedhof.

Der Auftakt des Gedenkens startete wie immer am Gräberfeld der sowjetischen Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen auf dem Ostfriedhof. „Wir setzen alle kleine Zeichen, um Großes zu erreichen, gerade hier, gerade heute“, begrüßte der Leiter des Arbeitskreises Rainer Legant die Anwesenden. Dr. Alexander Berger ergänzte: „Nie zuvor hat eine Schülergeneration so sehr Freiheit, Toleranz und Respekt verkörpert, wie die heutige!“ Hale Güneri umrahmte die Worte mit ihrer musikalischen Darbietung auf der Querflöte.

In den Wortbeiträgen der Schülerinnen und Schüler der Fritz-Winter-Gesamtschule wurde deutlich: „Wir sind heute hier, um ein Zeichen zu setzen, dass sich der Krieg nicht wiederholen darf.“ Die Forderung wurde durch einen rezitierten Text von Wolfang Borchert unterstrichen, der in dieser Zeit aktueller denn je ist: „Dann gibt es nur eins, sag nein!“

„Krieg trifft jeden“

Zum Abschluss steckten die Schülerinnen und Schüler 127 kleine Holzkreuze, die mit blau-gelben Vergissmeinnicht-Blüten versehen waren, auf das Gräberfeld, um an jeden einzelnen sowjetischen Zwangsarbeiter zu erinnern.

Danach machten sich die Teilnehmenden auf den Weg zum Rathaus. Im Ratssaal wurde eine Fotostrecke gezeigt, die in schulübergreifender Arbeit entstanden ist, und die den Bombenkrieg mit all seinen zerstörerischen Ausmaßen zeigte.

Lisa Ameln und Rainer Legant führten moderierend durch diesen wichtigen Bestandteil des Erinnerns. Dabei wurde gleich zu Beginn mit einem Bild aus dem zerstörten Mariupol ein Bezug zum aktuellen Ukraine-Krieg hergestellt. Es folgten Bilder und Berichte, die die Angriffe auf Coventry und Dresden zeigten.

Rainer Legant

Marc Senne vom Jupp-Foto-Club fokussierte schließlich den Blick auf die in Ahlen entstandenen Bombenschäden. Die Schülerinnen und Schüler der Fritz-Winter-Gesamtschule und des Gymnasiums St. Michael stellen eindrucksvoll auf den ausgewählten Fotos die damalige und aktuelle Perspektive, wie Kolonie und Innenstadt, gegenüber.

Mit diesen Eindrücken begaben sich alle Teilnehmenden auf den Marktplatz. Major Daniel Schulz von der Bundeswehr mahnte in seinem Redebeitrag: „Das ist menschlich, das Schlechte und Harte vergessen wir ganz schön schnell, aber gerade das sollte uns jetzt der Tag der Erinnerung in den Kopf rufen, dass wir es eben nicht vergessen. Hoffentlich an einem Tag wie heute, mit dem Blick auf die Ukraine wird uns allen final klar, wie wichtig es ist, dass wir als Gesellschaft und als Streitkräfte unsere Freiheit, unsere Demokratie und unsere Kultur mit allem verteidigen was wir haben.“

Im Anschluss erfolgte eine gemeinsame Kranzniederlegung von Bundeswehr und Stadt Ahlen am Mahnmal auf dem Marktplatz. Zum Abschluss des Gedenktages stellten die Schülerinnen und Schüler blaue und gelbe Kerzen in den ukrainischen Landesfarben am Fuße des Mahnmals auf.

Dr. Alexander Berger
Hale Güneri umrahmte die Worte mit ihrer musikalischen Darbietung auf der Querflöte.
Gräberfeld der sowjetischen Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen auf dem Ostfriedhof.
Im Ratssaal wurde eine Fotostrecke gezeigt, die in schulübergreifender Arbeit entstanden ist.
Kranzniederlegung am Mahnmal auf dem Marktplatz: Major Daniel Schulz (l.) und Bürgermeister Dr. Alexander Berger
Kranzniederlegung am Mahnmal auf dem Marktplatz

Quelle: Stadt Ahlen | Fotos: Stadt Ahlen

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