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Ausstellung im Rathaus: Warum Kunststoffe nichts im Biomüll zu suchen haben

Wissenswertes rund um die Kreislaufwirtschaft zeigen Schautafeln auf der Sitzungsetage des Rathauses.

Warum die Kreislaufwirtschaft so wichtig ist und sie so empfindlich auf Störungen reagiert, erfahren bis Anfang Dezember Besucherinnen und Besucher des Rathauses auf der Sitzungsetage (Ebene 2).

Die aufgestellten Schautafeln gehören zum Angebot der Kampagne #wirfuerbio, an der sich die Abfallwirtschaftsgesellschaften der Kreise Warendorf und Gütersloh beteiligen. Wer die Ausstellung anschaut, darf auch gerne einen der Aufkleber „Kein Plastik in die Biotonne“ für den Biotonnendeckel zuhause mitnehmen.

Die Schautafeln machen auf ein ständiges Ärgernis aufmerksam: die sogenannten „kompostierbaren Biotüten“ aus bioabbaubaren Kunststoffen. Diese sind im Kreis Warendorf nicht zugelassen, da der Kompostiervorgang auf der Kompostanlage der Abfallwirtschaftsgesellschaft nur sehr kurze Zeit in Anspruch nimmt. Diese reicht nicht aus, um die Tüten zu zersetzen. Die Ahlener Umweltbetriebe empfehlen deswegen, nur Papiertüten oder Zeitungspapier (kein Hochglanzpapier!) zum Abpuffern von Feuchtigkeit und Schutz vor Fliegen- und Madenbefall in der Biotonne zu verwenden.

Hintergrund:
Der aus den Bioabfällen hergestellte Kompost stabilisiert und verbessert den Humusgehalt und die wertvollen Funktionen landwirtschaftlicher Böden. Kompost hilft, die Verwendung von Torf zu reduzieren und wirkt durch seine Nährstoffe positiv auf Pflanzen und Umwelt. Die korrekte Getrenntsammlung von Bioabfällen und der Einsatz von Kompost sind zudem ein wesentlicher Faktor, wenn es um die Reduktion des CO₂-Ausstoßes geht.

Der Tipp:
Er passt auf den Tonnendeckel und ist der letzte Moment der Entscheidung. Mit dem Tonnenaufkleber zeigt man auf seiner Biotonne, dass Plastik und kompostierbares Plastik nichts in der Biotonne verloren haben. Aufkleber gibt es in der Ausstellung oder kostenlos nach Hause. Sie können bestellt werden bei der Aktion „wirfürbio“, eine Kampagne der kommunalen Abfallwirtschaftsbetriebe (www.wirfuerbio.de/shop/tonnenaufkleber/).

Weitere Informationen über die richtige Abfallentsorgung geben die Ahlener Umweltbetriebe auf ihrer Homepage (www.ahlen.de/start/aub/abfallbeseitigung) oder persönlich durch Abfallberaterin Marianne Dams (Telefon 02382/59-9102, damsm@stadt.ahlen.de).

Das gehört in die Biotonne:
Küchenabfälle, wie Obst (auch Zitrusfrüchte und Bananen), Gemüse- und Speisereste, Kaffeesatz mit Filter, Eierschalen und Teebeutel. Grünabfälle aus dem Garten, wie z.B. verwelkte Blumen, Rasen- und Strauchschnitt, Laub und Wildkräuter.

Das gehört nicht in die Biotonne:
Sogenannte „kompostierbare“ Abfalltüten, Plastikbeutel, Mülltüten, Kaffeekapseln, Einwegwindeln, Binden, Staubsaugerbeutel, Zigarettenkippen und -asche, Grill-, Ofen- und Holzasche, behandeltes Holz, Straßenkehricht, Leder, Wolle, Haare, Federn, Knochen, Blumentöpfe, Hydrokultursubstrat.

Quelle: Stadt Ahlen | Foto: Stadt Ahlen

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Ich bin Michael Kayser, in Ahlen geboren und aufgewachsen und lebe seit 49 Jahren in meiner Heimatstadt Ahlen. ‘Ahlen.info’ wird von mir privat betrieben und ist ein werbefreies, nicht kommerzielles Projekt.
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